News

Basiswissen: Angehörige in der Psychiatrie

31. März 2017

Wer sind eigentlich die Angehörigen? Sprechen wir von einer besonderen Gruppe Menschen bezüglich sozialer Schichtzugehörigkeit, von Verwandtschaftsgrad, Geschlecht oder Rolle?

Der im März 2017 erscheine Einzelband in der Buchreihe Basiswissen im Psychiatrie-Verlag geht dieser und weiteren Fragen nach. Er beleuchte unter anderem die Themen Angehörige im gesellschaftlichen Kontext, die Belastung und Bewältigungsstrategien von Angehörigen, die Zusammenarbeit mit Angehörigen, Kinder als Angehörige sowie einzelne Aspekte der Angehörigenarbeit ausserhalb des Behandlungskontext.

Erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Psychiatrie-Verlag.

Neue Funktion in social media soll psychisch Kranke unterstützen

24. März 2017

Die Macher der Social-Media-App Instagram haben eine neue Funktion eingeführt, die Menschen mit psychischen Krankheiten dazu ermutigen soll, sich Hilfe zu holen. Und auch Facebook zieht nach.

https://www.blickamabend.ch/very-best-of/neue-funktion-soll-psychisch-kranke-unterstuetzen-instagram-bietet-hilfe-gegen-depressionen-id6316486.html

NAP Fachtagung am 19. Mai 2017 in St.Urban

22. März 2017

Für die Teilnahme an der Fachtagung wurden 5 Credits Kernfortbildung SGPP zugesprochen.

Strategie 2020

15. Februar 2017

Unter der fachlichen Leitung von Regula Ruflin von socialdesign wurde Bilanz gezogen über 10 Jahre Vereinstätigkeit und eine erste Auslegeordnung für die Zukunft des Vereins gemacht. 

Trotz wiederkehrendem Austausch mit anderen Organisationen liegt unter anderem im Bereich der gesundheitspolitischen Vernetzung und bezüglich Präsenz in den Berufsfachverbänden noch viel Entwicklungspotential. Auch stehen zu Angehörigenthemen noch immer wenig wissenschaftliche Daten zur Verfügung, sodass sich die Frage stellt, welche Rolle das NAP in der Förderung solcher Forschung übernehmen könnte. Das nun vorliegende Strategiepapier greift die beschriebenen Punkte auf und formuliert konkrete Entwicklungsschritte der kommenden vier Jahre.

Strategiepapier 2020

Versorgungssituation psychisch erkrankter Personen in der Schweiz

13. Februar 2017

In der psychiatrisch-psychotherapeutischen Grundversorgung von Erwachsenen wurden gemäss einer Studie des BASS im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit Versorgungslücken bezüglich spezifischer Regionen, Angebotsformen und Zielgruppen sowie Optimierungsbedarf in Bezug auf Ressourceneinsatz und Vernetzung von Fachpersonen festgestellt. Der Mangel an einer optimalen Versorgung führt immer wieder auch zu zusätzlichen Belastungen es Umfeldes, welche nahestehende Menschen in einer Krise wesentlich unterstützen.

 

·         Mangel an psychiatrisch-psychotherapeutischen Fachpersonen in Institutionen und ländlicheren Gebieten.

 

·         Mangel an rasch zugänglichen Angeboten (in Krisen- & Notfallsituationen) v.a. auf dem Land, genereller Mangel an Angeboten im ambulant-institutionellen und intermediären Setting.

 

·         Zugangs- und Versorgungsschwierigkeiten für Personen, deren Art der psychischen Erkrankung eine Therapie erschwert sowie für Betroffene mit zusätzlichen psychosozialen Belastungen und erweitertem Unterstützungsbedarf.

 

·         Mangel an via Grundversicherung finanzierten Behandlungsplätzen sowie unterfinanzierter Koordinationsaufwand an der Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Sozialsystem.

 

·         Optimierungsbedarf bezüglich der Aufgabenteilung und der Vernetzung zwischen Fachdisziplinen sowie der Sensibilisierung von Betroffenen und beteiligten Fachpersonen.

2.Berner Psychotherapiekongress

3. Februar 2017

Mit vereinten Kräften. Der 2. Berner Psychotherapiekongress macht den therapeutischen Einbezug von Angehörigen in der Psychiatrie zu Thema. Die Kongressausschreibung ist nun online verfügbar: http://kongress.zsb-bern.ch/ 

NAP Fachtagung am 19. Mai 2017 in St.Urban

30. Januar 2017

Die Ausschreibung der Fachtagung des Netzwerk Angehörigenarbeit Psychiatrie ist online. Wir freuen uns auf Euer Interesse! Nähere Informationen sind im Flyer ersichtlich.

Flyer

Stellungnahme

27. Januar 2017

«Manche Eltern machen ihre Kinder zu Kranken. Jugendliche beantragen zunehmend Invalidenrenten. Laut einem Pädagogen steckt oft erzieherisches Versagen dahinter. » So titelt 20minuten.ch am 25. Januar 2017 die Zunahme von IV-Anträgen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.  Wie wichtig die elterlichen Beziehungen als Chancenpotenziale sind, ist man sich in Fachkreisen einig, ebenfalls belegen Studien Risikopotenziale bei Bindungsstörungen.

 

«Als besten Beweis dafür, wie wichtig die elterliche Unterstützung sei, führt Philipp Suter das Beispiel eines 19-Jährigen mit einer Lernbehinderung an.  (...) Nur weil die Eltern ihn gezielt gefördert und motiviert hätten, habe er keine IV-Unterstützung benötigt. Der Wille des Jungen war dadurch so gross, dass er eine Lehre mit eidgenössischem Berufsattest abschliessen konnte (...)»

 

Das Netzwerk Angehörigenarbeit Psychiatrie schätzt solche Pauschalisierungen als heikel ein. Es gilt die Umstände mit zu berücksichtigen. Psychische Erkrankungen, etwa Schizophrenie oder Persönlichkeitsstörungen, deren Symptome sich oft erstmals im jungen Erwachsenenalter entwickeln, sind anfänglich nicht leicht als solche Krankheitszeichen zu identifizieren. In Angehörigenberatungen berichten engagierte Eltern, dass sie alles versucht hätten. Von Druck und Unterstützung, von Wohlwollen und Ärger, von Verständnis und Ohnmacht. Dabei ist bei psychischen Erkrankungen die Haltungsfrage zentral, ob der junge Mensch nicht will oder nicht kann. Es macht wenig Sinn, einem mit leerem Tank stehen gebliebenen Autofahrer zu raten, er solle doch etwas mehr Gas geben, um so sein Auto von der Strasse zu bewegen. Die Haltung als Würdigung der Umstände ermöglicht erst, Schritte für eine künftige Entwicklung abzuleiten. Oft sind Eltern dabei genauso auf Unterstützung durch Fachleute angewiesen, wie Betroffene selbst. Dazu braucht es gleichermassen Anlaufstellen, welche die Eltern in ihren Anliegen und Sorgen ernst nehmen und unterstützen, wie auch eine Gesellschaft, welche achtsam mit Menschen in existenziellen Problemsituationen umgeht.