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Programm

Hier finden Sie den Programmflyer.

 

Referent: Dr. med. Stephan Kupferschmid, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, systemischer Supervisor, Leiter Fachbereich Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am C.G. Jung Ambulatorium, Vorstand IPSILON, Chefarzt Psychiatrie für Jugendliche und junge Erwachsene, ipw

«Gemeinsam einen Weg finden – suizidale Verhaltensweisen bei Kindern und Jugendlichen verstehen»

Suizidale Gedanken, Selbstverletzungen und auch Suizidversuche sind bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen häufig. Dabei ist der Leidensdruck bei den Betroffenen selbst hoch. Auch die Familie, wichtige Bezugspersonen und der Freundeskreis können sich ohnmächtig fühlen, können überfordert sein und möglicherweise sich dann gar nicht mehr zur Unterstützung fähig fühlen. Dabei wäre gerade in diesen Situationen ein gemeinsames Herangehen an das Thema Suizidalität wichtig und hilfreich. In diesem Vortrag werden die Grundlagen suizidaler Verhaltensweisen dargelegt und konkrete Handlungsempfehlungen zum Umgang in dieser herausfordernden Situation gegeben.


Referentin: Dr. phil. Mariann Ring, Oberpsychologin, Stationsleiterin und Leitung ASSIP Clienia Schlössli AG

«Gemeinsam einen Weg finden – suizidale Verhaltensweisen bei Erwachsenen und im fortschreitenden Alter verstehen»

Abstract folgt.


Referentin: Rebecca Jaks, M.A. Health Sciences, Bundesamt für Gesundheit BAG; Sektion Nationale Gesundheitspolitik

«Nationaler Aktionsplan Suizidprävention»

Bund und Kantone haben zusammen mit der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz und vielen weiteren Akteuren den Nationalen Aktionsplan Suizidprävention erarbeitet, der 2016 verabschiedet wurde. Der Aktionsplan will einen Beitrag zur Reduzierung von suizidalen Handlungen während – oft vorübergehenden – Belastungskrisen oder psychischen Erkrankungen leisten.

Im Rahmen der Umsetzung des Aktionsplans Suizidprävention hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) das Projekt «Suizidprävention während und nach Klinikaufenthalten» initiiert und in diesem Kontext das Vertiefungsprojekt «Angehörige suizidgefährdeter Patientinnen und Patienten» lanciert. In diesem Vortrag werden diese Arbeiten, die zum Teil abgeschlossen sind, zum Teil noch laufen, vorgestellt.


Referentin: Ursula Bregenzer, MSc in Pflege ZFH, Pflegewissenschaftlerin, Pflegefachleiterin Adoleszentenpsychiatrie / Beauftragte Suizidprävention & -nachsorge ipw

«Auf Eiern balancieren – Was Angehörige nach Klinikaustritt von suizidalen Menschen erleben»

Wir wissen, dass das Suizidrisiko in den ersten zwei bis vier Wochen nach einer stationären psychiatrischen Behandlung deutlich erhöht ist. Wir wissen bisher jedoch wenig, welche Auswirkungen die poststationäre Instabilität vieler Betroffenen auf ihr unmittelbares Umfeld hat.

"Dünnhäutig" ist eine treffende umgangssprachliche Beschreibung für das Erleben von Angehörigen, die mit Menschen in einer suizidalen Krise nach deren Klinikaustritt zusammenleben.

Im Referat werden Sorgen und Nöte, Auswirkungen auf die eigene Befindlichkeit, offene Fragen und Unsicherheiten von Angehörigen aufgezeigt. Weiter geht es darum, welchen Beitrag wir Fachpersonen zur Verbesserung dieser Situation sowie für die Gesundheitsförderung von Angehörigen leisten können. Somit trägt gelungene Postvention aktiv zur Suizidprävention bei.


Referent: Ueli Nef, lic.iur. Rechtsanwalt, Leiter Rechtsdienst Gesundheitsdepartement Kanton St.Gallen

«Suizidalität: Was sagt eigentlich das Recht dazu?»

Vor und nach einem Suizidversuch stellen sich oft anspruchsvolle rechtliche Fragen. Darf eine suizidgefährdete Person fürsorgerisch untergebracht werden? Ist ein Kündigung im Anschluss an einen Suizidversuch missbräuchlich? Darf eine IV-Rente wegen Selbstverschuldens gekürzt werden? Allgemeingültige Antworten können nur beschränkt gegeben werden. Vielmehr hängen die Rechtsfolgen von den Umständen des Einzelfalls ab. Rechtliche Auseinandersetzungen drehen sich regelmässig um Fragen, ob die Suizidalität Ausdruck einer Krankheit ist, ob der Betroffene überhaupt urteilsfähig ist oder ob der Suizidversuch den Unfallbegriff erfüllt. Der Vortrag möchte anhand von typischen Konstellationen aufzeigen, was das Recht eigentlich zur Suizidalität sagt.